Mathekram

Mathematik rein und angewandt, erforscht und unterrichtet (ein Matheblog)

Archive for März 2008

Der Abel-Preis und seine Schwächen

Posted by Modulix - März 29, 2008

Seine Frau soll angeblich schuld gewesen sein: Das ist zumindest eine der zahlreichen Legenden, weshalb Alfred Nobel keinen Nobelpreis für Mathematik ausgelobt hat. Denn, so einer der kolportierten Geschichten, angeblich habe ein Mathematiker seine Frau verführt. Das ist bestimmt nicht richtig, aber es gehört zu den Geschichten, die sich besser anhören als diejenige, dass in Nobels Augen die Mathematik keine angewandte Wissenschaft ist. (siehe auch dieses Mathlog)

Als den „mathematischen Nobelpreis“ bezeichnet man ja gerne die Fieldsmedaille, die aber laut ihren Statuten nur an Mathematiker unter 40 vergeben wird, und dies auch nur alle vier Jahre.

Ein jährliches Großereignis einer Preisverleihung und auch die Möglichkeit, mathematische Lebensleistungen zu würdigen, ist mit der Fieldsmedaille daher nicht gegeben.

Als Ausgleich für diesen von Mathematikern empfundenen Mangel wurde der Abelpreis eingerichtet, der aber die üblichen Stärken und Schwächen hat, die solche Preise mit sich bringen: Den Rest des Beitrags lesen »

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Abel-Preis an John Thompson und Jaques Tits

Posted by Modulix - März 27, 2008

Der diesjährige Abel-Preis geht an John Griggs Thompson und Jacques Tits.

Thompson ist den Algebraikern bekannt durch den berühmten Satz von Feit-Thompson, nachdem jede endliche Gruppe ungerader Ordnung auflösbar ist. Das ist der berüchtigte 500-Seiten-Beweis, den man aber inzwischen erheblich verkürzen konnte.

Tits ist bekannt durch die Bruhat-Tits-Gebäude (erstaunlich: das deutsche Wikipedia bietet keinen Eintrag zum Thema der Gebäude im mathematischen Sinne, obwohl ganze Lehrstühle sich nur mit diesem Thema befassen).

Was an dem Abel-Preis auffällt: 

  1. Langsam sind die wichtigsten Teilsdiziplinen durchgezogen worden. Durch die Verleihung des Abel-Preises an Thompson und Tits ist die Teildisziplin der Gruppentheorie sozusagen „erledigt“. 
  2. Außerdem: Es fällt deutlich auf, dass der schon zum 6. Mal verliehene Preis noch kein einziges Mal an einen Russen gegangen ist, obwohl diese Nation etliche brillante und in jeder Hinsicht preiswürdige Mathematiker bereithält.

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Mathe und Poker

Posted by Modulix - März 18, 2008

Letzten Sonntag war in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung ein Artikel über Mathe und Poketspielen, der hier nachzulesen ist.

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